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Content ist

ist Content = Kommunikation?

Kommunikationsanalyse für Kenner

grob gesehen

„Ja.“ - Aber: Meiner Einschätzung nach sehr grob gesehen, also sehen wir mal genauer hin: Das mittlerweile deutsche englische Wort Content bezeichnet Informationsinhalte. In der IT (Systemen, also recht grob) oder in den Medien. (Das ist noch gröber.) Mehr aber auch nicht.

Weder Welche Medien, Orte, Zeitpunkte, die (Aus-)wirkung, oder ob gut, geil, treffend, passend oder nicht oder und oder. Die Attribute und Beziehungen fehlen. Somit ist Content nur eine Hülse für eine Information, die beliebig komplex sein sein kann. Und: Diese steht erstmal so gesehen ganz schön - allein.

Google (Facebook, Microsoft, u.a.m.), gibt Milliarden aus, um in seinen Sytemen die Beziehungen dieser Daten untereinander und den Zusammenhang dieser zu- einander (Aha: Kontext) maschinell herzustellen. Tausende Entwickler, Denker, Ingenieure arbeiten in Mountain View und in den lokalen Niederlassungen, um ein "eindeutiges Bild der Welt maschinell lesbar und verfügbar" zu machen. Dieser Wunsch ist eindeutig. Schöne Welt, die vielen nützt und somit Sinn macht (Datenschutz und gläserner Nutzer lasse ich hier jetzt aussen vor). Das ist ein logistischer, finanzieller und evolutorischer Kraftakt, den bisher nur das menschliche Hirn leisten kann. Noch.

fein betrachtet

„Nein.“ - Und: Sehe ich grob hin, muss ich auch genauer hinsehen. Tiefer rein in die Kommunikationsanalyse. Mir selbst ist aufgefallen: Die Regeln zu Content und Kommunikation gelten als gefixt, (un-) umstösslich und nach wie vor. Nachteil: Es sind alte Regeln. Viele sind gut, die anderen haben in der heutigen Welt der sich ändernden Kommunikation ein Verfallsdatum. Einige sind abgelaufen. Nicht, um diese per se in Frage zu stellen, sondern ob diese in der heutigen Zeit und so, wie diese behauptet richtig angewendet werden, noch gültig sind. Ganz konkret: Was nützt mir „Gekuschel bei schönem Wetter“, wenn konkret geforderte Dinge nicht passieren und der Sturm mit Gewitter schon sichtbar ist? Gar Nichts.

Sehen Sie genauer hin: Der Knigge: Gut für die Kommunikation, das Verhalten, also den Umgang miteinander regelt. Die Linguistik in Ihren Formen (da gehe ich jetzt hier nicht näher ein), die DIN ISO, die Formalien regeln oder Web Sites, die voll mit behaupteten do`s und don`ts sind. Was ist wahr? Was ist richtig? Alles - irgendwie. Sie kennen es: „Der erste Eindruck entscheidet.“ Jetzt setzt das eigene und ständige Denken aus. Ich entgegne: „Der letzte bleibt.“

die Mischung macht`s

Kopitzke®.Pro: b/w Team working

 

Wenn alle Fragen gestellt sind: Mischen Sie hier!

die Sachebene, also die Information als solches, ohne irgendwelche Attribute (wie chemisch gereinigt)
die Beziehungsebene, also einfach: In welcher Beziehung diese ZU Absender und Empfänger steht.
die semantische Ebene. Die Bedeutung umfasst die Deutung der Ebenen und ist subjektiv.

Und, mal einfach gesprochen, drum herum oder wie als Klammer, fasst der Kontext als übergeordnetes „Ding“ oder Black-Box alles zusammen. Ganz schön aber kompliziert, deshalb möchte ich ganz schnell aus dieser BOX wieder heraus. Denn es geht einfacher.

Content und Kommunikation, die damit eingewoben und verbunden ist - Wozu? Und warum macht die laufende Kommunikationsanalyse Sinn? In der ...

  • Marketingkommunikation
  • Geschäftskommunikation
  • sowohl intern als auch extern
    (horizontal als auch vertikal)
  • ...

läuft nichts ohne davon. Es soll aber ohne Störungen und Verluste laufen. Es gibt bestimmt noch mehr Bereiche, wo das unbestreitbar gebraucht wird. Die logische Konsequenz ist in meiner Betrachtung: Kommunikation ist die Summe aus Emotionen, Informationen und Relationen, eingeklammert in den Kontext, IN dem die Kommunikation stattfindet. Nicht kompliziert, ganz einfach und meiner Meinung nach wissenswert. Sie und ich können jetzt mit diesem Wissen sehr stressfrei kommunizieren. Oder hatten Sie nichts besseres vor, als sich über fehlerhafte Kommunikation richtig zu ärgern? Ich schon.

so kann es gehen

Kommen Sie raus aus aus der Ich-Falle! Bei jedem "Ich will...", das der Redner verwendet, können die Zuhörer denken: "Na und? Ist mir doch egal!" Also: Statt "Ich" zu sagen, das Publikum ansprechen! Das gilt nicht, wenn es um eine persönliche Meinung geht. Nicht: "Ich möchte Ihnen nun auf der nächsten Folie zeigen..." Sondern: "Sie sehen auf der nächsten Folie ..."
Sprache erzeugt Bilder im Kopf. Je genauer Dinge benannt werden, desto schärfer sieht der Empfänger diese vor sich. Nicht: "Viele Taxis, die in Mexico City herumfahren, sind Käfer." Sondern: "Viele alte VW-Käfer-Taxis fahren durch die Straßen von Mexico City. Sie sind grasgrün und haben ein weißes Dach." Nutzen Sie Attribute, die ein Ding (genau) beschreiben.
Werten Sie nicht! Gar nicht. Weder auf noch ab - das machen andere schon. Manche Floskeln sind schnell dahingesagt, aber umso gefährlicher. Wer nicht aufpasst, vermittelt seinem Publikum, dass es in Gedanken ruhig abschweifen darf. Nicht: "Das folgende Modell ist für die meisten wahrscheinlich nichts Neues, dennoch..." Sondern: "Ich habe für Sie hier unterstützend das das Modell von Luhmann mitgebracht. Sehen Sie, hier zeigt ..."
Ein nominaler Stil wirke besonders wissenschaftlich, glauben viele Studenten. Und immer noch viele Entscheider in der Wirtschaft. Referate, Präsentationen klingen komplizierter als nötig. Die Komatisierung des Publikums oder Empfängers tritt garantiert schneller ein. Nicht: "Dieser Vortrag hegt keine Ambitionen auf eine Erörterung des Modernebegriffs im Allgemeinen. Es geht lediglich um die Darstellung von Schnitzlers Position innerhalb der Wiener Moderne." Sondern: "Ihre Frage wird sein: Welche Rolle spielte Schnitzler für die Wiener Moderne? Darum geht es heute und ich habe mir dafür extra einigen wichtige Notizen gemacht."
In jedem Vortrag gilt: Je konkreter, desto besser. Konjunktiv, Passiv, unpersönliche Konstruktionen und Füllwörter deshalb vermeiden. Nicht: "Es wird relativ oft die Meinung vertreten, man sollte sich mehr für alleinerziehende Mütter und Väter einsetzen." Sondern: "Die Familienministerin ... meint: Der Staat muss sich mehr für alleinerziehende Mütter und Väter einsetzen." Achten Sie mal auf all die 'hätte, wennte, könnte, sollte, und würde', die Ihnen in nur einer Std. am Tag begegnen. Vermutlich bekommen Sie eine A4 Seite voll. Alles weichgespült.
Gut gewählt und nicht übertrieben, können Metaphern hilfreich sein. Bildhafte Sprache macht theoretische Zusammenhänge leichter verständlich. Nicht: "Die Professoren müssen endlich ihre positive selektive Wahrnehmung beenden." Das ist sachlich einwandfrei - ein Bild entsteht so aber nicht. Sondern: "Die Professoren müssen endlich die rosarote Brille absetzen." Das Hirn denkt nicht abstrakt. Oder in Plain-Text. Es denkt NUR in Bildern.
Wenn der Redner zwischendurch Fragen formuliert, fühlen sich die Zuhörer stärker einbezogen, auch wenn von ihnen keine Antworten erwartet werden. Zu oft sollte er dieses Mittel jedoch nicht anwenden, sonst ist die Wirkung nicht mehr so stark. Nicht: "Auf der nächsten Folie sehen Sie ein Modell des Teilchenbeschleunigers." Ein: "Doch wie funktioniert so ein Teilchenbeschleuniger überhaupt?" ist schon besser, ein "Wer hier im Raum kennt einen Teilchenbeschleuniger schon etwas näher? ... Gut, Dann kann ich für Sie die Theorie ganz unten etwas kürzen ..." Hier wurde das Publikume aktiv eingebunden. Hilft effektiv gegen Komatisierung.

GANZ gelassen

Ich bin da mal ganz gelassen. All die Dinge, die ich angerissen habe. sollen nur oberflächlich zeigen, wieviel Bumms in der Frage: „Können Sie fehlerfrei sprechen?“ steckt. Das trifft es. Natürlich können Sie das - wie jeder andere auch. Und ganz pragmatisch, logisch und, gerade wenn es zu Irritationen kommt, liegt die Kunst des einfachen irgendwo dazwischen, in der Mitte und macht das Leben und die Kommunikation unkontrolliert dynamisch. Eine Kommunikationsanalyse, mit Ergänzung zu Content VON und IN Ihren PROjekten und PROzessen, wenn

  • Projekte (Ergebnisse) bedroht sind
  • unklare Ziele verwabern wie Nebel
  • und Menschen, zack, (ab-)wandern

zeigt es nicht nur auf, Was Wie Warum Womit und Weshalb passiert, sondern wird mit aktiven Massnahmen und dem gewusst WIE stabilisiert. Bitte nicht glauben: Von jetzt auf heute Mittag. Auch nicht bis zum Feierabend.

Es gibt die Whorf-Hypothese (nein, nicht Star Trek!) die (etwas umstritten) besagt: Sprache formt Denken. Wenn dem so ist,  kann die Sprache in ihrer Komplexität nicht nur Menschen beeinflussen, sondern auch PROjekte. Ein PROjekt ist nicht ein abstraktes Ding, sondern von Menschen mit Zielen erdacht. Es stecken immer Menschen da drin. Bis zu diesem Punkt bin ich in meiner Kommunikationsanalyse in PROjekten mit Content gekommen. Ich denke, das soll erst mal reichen, denn es soll einfacher gehen. Das haben Sie gemerkt, sonst hätte ich mir hier diesen Aufwand sparen können.

Ich mache mit diesem Ansatz und meiner Sicht auf die Dinge IN Ihren PROjekten mit dem objektiv kritischen Hinterfragen aller hier genannten Ebenen Ihren PROjektplan einfacher. So griffig, dass Sie mit mehr Luft für bessere Entscheidungen in Ihren PROjekten finden. Denken Sie mal an einen PROjekteplan, in dem nur sinnvoller Content steht. Wäre toll - was meine Sie? Eine Ignoranz zu diesem Thema hat so ein wenig was von „Dumm verkackt“ - Das ist doch wirklich kein sinnvoller Ansatz, oder?

Kommunikation ist Basis. Inhalt das Ergebnis

Inhalt ohne Kommunikation ist nichts. Oder Stress.

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About the author

Kopitzke®, ´64*. Agilist und Resource Manager aus Überzeugung. Erfahrung, PROgressives Denken und positiv PROvokantes Handeln haben einen eigenen Charakter. Eine agile PROfi (An-)(Sichts-) Sache. Frei ist (einseitig) objektiv, gefallen (zweiseitig) subjektiv. Mehr …

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