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Der Konjuktiv ist dem Produktiv sein Manipulativ

Was für ein sperriger Titel. Danke für das Satz-Pattern, Bastian Sick. Alternativ: ... sein Regulativ. Und wir steigen direkt ein, wie hier, dabei vorab mein unmittelbarer Dank an Thilo Baum.

Es gibt sprachliche Gehirnschoner, die das Denken unterbinden, wie die Aussage: „Diese Maßnahme ist alternativlos.“ Oder wenn Mitarbeiter einwenden: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ Dann ist es wichtig, den Prozess durch Fragen dynamisch zu halten. Vorweg: Das ist manipulativ. Fragen sind immer lösungsorientiert, denn somit erfahre ich, was passieren muss, damit ich oder ein Team zu einem Ergebnis kommt.
„Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden?“, fragte der Coach ... Besser kann der Unterschied kaum plakatiert werden. Was jetzt kommt, kann mitunter latent frustriedend Resignation verursachen - auf jeden Fall aber erstaunen, wenn Sie genau hinhören und noch schneller "schalten." Die Erkenntnisse daraus sind aus meiner Sicht ein hochagiler Bestandteil im KVP, wenn man daraus lernt. Das ist produktiv.

Was sind Satz- / Sprach-Pattern?

Ich liebe Vorlagen. Ich hasse das Ausfüllen. Ersteres, weil diese, wenn sie ausgefüllt sind, klare und auch oft eindeutigen Antworten liefern, letzteres, weil es Zeit kostet, aufwändig ist und richtig Spass macht es auch nicht.

ABER: Gestatten Sie mir diese Fragen: Antworten bekommen, ohne die richtigen Fragen zu stellen? Ein Verständnis herbeiwünschen (Öl-Lampe vorrausgesetzt, die dummerweise gerade nicht zur Hand ist)?

Sorry, das ist nicht agil. Auch in einem agilen Umfeld müssen die richtigen Fragen gestellt und die Antworten in eine passende Struktur gebracht werden, damit die Personen (z.B. links, die Anforderung) das Gesagte auch meinen und die Personen (z.B. rechts, die Macher) das Gesagte umsetzen können.

Passen diese Muster immer? Nein. Bitte nicht generaliseren. Aber diese Muster passen oft, wenn der böse Konjunktiv nicht wäre. Denn der Konjuntiv ist dem Produktiv sein Regulativ. (Es geht nicht um Grammatik, sondern um die Wirkung, die ausgelöst wird.)

Der Konjunktiv - die trockene Einleitung (Auszug, mehr hier)

Aspekte (Beispiele, hier nur als Auszug) Modus Beispiel Kontra
Wunsch, Aufforderung Konjunktiv I haben, hätte, ...
(werde) kommen,
hat aber nicht (wirklich ...)
Irrealität (mögliche, angenommene, gedachte, unwirkliche Sachverhalte) Konjunktiv II würde, sollte, müsste, könnte, (würde) kommen impliziert das mögliche Unterlassen (Backdoor)
Indirekte Rede Konjunktiv I, II sei, seien, könne, habe, ...
enthält unklare Subtilitäten,
= fehlerhafte Interpretation?

 

und schnell wieder weg!

Der Konjunktiv beschreibt eine Möglichkeit, aber nie ein Ziel. Er ist eine implizierte Wahlmöglichkeit, die Ausgeburt der Unverbindlichkeit und hat sicherlich seine Existenzberechtigung. Aber nicht, wenn es um Projekte, klare Ziele und Entscheidungen geht, die weitreichende Kosequenzen haben.

Mit solchen Formulierungen hält sich der/die Vortragend(e) ein Hintertürchen offen. Platt gesagt: "Man" steht "irgendwie" nicht zu dem, was man sagt.

Es sind Unsicherheiten, die in einigen Bereichen des Lebens nichts zu suchen haben. Ich würde gerne’ ... ’Es könnte klappen’ ... ’Ich würde es gerne versuchen’ ... ’Ich fände es schön’ ... ’Ich könnte mir vorstellen’... und so weiter - Wer es ernst meint und damit ernst genommen werden will, vermeidet den Konjunktiv und wählt stattdessen Sätze wie: ‚Mein Ziel ist es’ ... ‚Die Chancen stehen gut’ ... ‚Ich plane’... ‚Mein Vorschlag ist’ ... ‚Ich werde’... Schauen, besser hören Sie mal in sich rein und beantworten spontan, welche Muster verbindlicher sind.

sprechende Stilblüten: "ich krieg ' Krawatte"

Kennen Sie das? Präsentation, Meeting oder Daily StandUp im Scrum oder die kurze Abstimmung zwischen Tür und Angel?

Achten Sie mal gezielt auf diese Worte, hinterfragen diese oder kehren den Sinn wie in der obigen Tabelle als Anregung um. Entweder bekommen sie eine spontane Ganzkörperallergie oder einen Lachflash - aber wirklich wissen, wass der andere gerade genau gesagt hat, wissen Sie nicht. Weder präzise noch ungenau. Und selbst das ist schon ein Weichmacher.

Weichspüler in der Sprache

Es gibt sie nicht nur für die Waschmaschine, sondern auch in der Kommunikation: Weichspüler, in unterschiedlichen Qualitäten. Und die gehören, wenn überhaupt, in die Waschmaschine, nicht in die Kommunikation! Die kuschelige Erfahrung in Gesprächen kehrt sich aber häufig ins Gegenteil um, wenn man ein bestimmtes Kommunikationsziel verfolgt. Der emotionale Effekt, der sich im Unterbewusstsein ausbreitet, ist dem umgangssprachlichen "einlullen" ähnlich. Ist zu viel “Wort-Weichspüler” in der Sprechmaschine, bleibt häufig am Ende nur Unverständnis oder gar Streit über das gewünschte Ergebnis.

Ein Beispiel aus dem beruflichen Kontext:

„Eventuell würde ich vorschlagen – vielleicht könnten wir schon demnächst mit der Zahnbehandlung beginnen, oder?“ Das ist ein klassischer Weichspüler-Satz, der nahezu alle Komponenten enthält, um möglichst unklar zu kommunizieren. Selbstbewusst und eindeutig wirkt der Satz nicht, die Notwendigkeit einer Behandlung bleibt unausgesprochen. Oder: „In meinem Berufsleben läuft eigentlich alles bestens.“ Das ist einer der beliebten Weichspüler 'deluxe': das Wörtchen „eigentlich“: Im Duden steht über „eigentlich“: „…kennzeichnet einen meist halbherzigen, nicht überzeugenden Einwand, weist auf eine ursprüngliche, aber schon aufgegebene Absicht hin.” Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen ...

Fehler in der Kommunikation?

Häufig entwickeln Menschen „Lieblingswörter“ bei den Weichmachern: eventuell, vielleicht, eigentlich, irgendwie, ein bisschen. Oft ist es den sprechenden Personen gar nicht bewusst, dass sie diese Wörter so häufig nutzen. In Verbindung mit dem Konjunktiv, (die Möglichkeitsform, in der schon die Möglichkeit der Unverbindlichkeit drin steckt), werden Fakten abgeschwächt. „Ich hätte da noch einen Vorschlag ...“ – impliziert gleichzeitig ein „Ich habe aber nicht ...“. Damit nimmt sich der Sprecher sehr zurück. Im beruflichen Kontext ist das oft hinderlich für die Karriere. „Ich habe einen Vorschlag“ - zack - und kommt dieser dann auch und hat Substanz, trifft dieser es klarer und direkter, wirkt aktiver und weniger zurückhaltend.

 

Das Problem: Derartige Sätze lassen inhaltlich viel Spielraum für Interpretationen auf beiden Seiten. Wenn dabei während des Sprechens auch noch der Kopf gesenkt ist, die Stimme dünn und hauchig rüberkommt, die Arme hinter dem Rücken verschränkt sind, der Körper leicht hin und her tänzelt und der Blickkontakt fehlt, dann kann das angestrebte Kommunikationsziel niemals erreicht werden.

... der Weichmacher ...

Die Entschuldigung vor dem Gesagten! Klar ist: Ein sprachlicher Weichspüler ist am Werk, der schon ohne das Wort „Entschuldigung“ sich selbst und den Diskussionsteilnehmer/in entlarvt. „Ich bin mir nicht sicher, ob es hier in die Diskussion passt …“ Ähnlich mit einem nachgestellten „oder“, das in einer Frage endet, siehe Zahnbehandlung. Die eigene Aussage, gerade getätigt, wird durch eine unnötige Frage „INfrage gestellt“ und damit ihrer Ernsthaftigkeit beraubt. Das ist bitte nicht generell und immer so zu sehen, denn wenn Sie sich in einem Gespräch langsam an ein Thema vortasten wollen, kann es durchaus sinnvoll und gewollt sein, derartige Möglichkeitsformen einzusetzen. Paradox? Nein, es kommt auf den Kontext an und was Ihr Kommunikationsziel ist. Nehmen Sie sehr sensible Themen wie Coaching oder Mitarbeiterführung. Es geht um das inhaltliche Herantasten an einen Kern, der als Ursache vermutet wird, Der bewusste Einsatz von „vielleicht“ und „eventuell“ hilft dem Gesprächspartner, den Zugang zu diesem Thema zu finden und leichter in den Fluss zu kommen. Die oben genannte Frageform ergibt durchaus dann Sinn, und das ist der feine Unterschied, wenn das Kommunikationsziel wirklich ein sanftes Hineingleiten in ein sensibles Thema ist. „Eventuell vielleicht mal drauf achten?“

... sogar viel Geld

Menschen werden nur deshalb missverstanden oder können nicht überzeugen, weil sie die Grundregeln der verbalen und nonverbalen Kommunikation missachten. Die Folgen daraus kosten der Wirtschaft jedes Jahr über 100 Mio. €.

Nur, damit es an dieser Stelle plastisch wird: Der Betrag von 100.000.000,00 € hätte in 100-Euro Noten, also diese hier ...

100_Eurobanknote_Abmessung

100_Eurobanknote_Abmessung

ein Gewicht von 1,02 t. Ein einziger Geldstapel mit 1.000.000 neuen 100€-Banknoten wäre ca. 100,00 m hoch und hätte ein Volumen von mindestens 1.205,40 Litern.

Welches Gefühl beschleicht Sie bei diesen Zahlen? Wollen Sie dazu, ich meine dagegen, einen aktiven Beitrag leisten, der so gut wie nichts kostet? Nur so zu Spass mit einem Hintergrund, der Sie und Ihre Kommunikation erheblich verbessert: Machen Sie von sich selbst eine Audio- oder Videoaufnahme. Das kann da schon Wunder wirken. Hören Sie sich sprechen. Und wenn Ihnen selbst keine Weichspüler auffallen, spielen Sie die Aufnahme doch mal anderen Menschen vor. Sie werden erstaunt sein, welche Lieblingswörter (siehe unten) sich bei Ihnen eingeschliffen haben, die Sie erst auf einer Aufnahme wahrnehmen!

... bei Präsentationen

„Könnte“, „würde“, „eigentlich“ stehen in der ewigen Rangliste der meist verwendeten Worte in Besprechungen und Präsentationen weit oben. Leider! Das Übel ist nicht, dass diese überhaupt verwendet werden, sondern die emotionale Wirkung dieser Weichmacher, die angerichtet werden. Sie, als Zuhörer, nehmen diese Worte wahr und fragen sich z.B. „wo ist der Haken“ oder „warum ist mein Gegenüber nicht davon überzeugt“. Gehen Sie mal in sich und fragen sich: Warum haben Sie nach einem Meeting ein ungutes Gefühl oder gar schlechte Laune?

Keine verbotenen Worte

Natürlich sind diese Worte an und für sich nicht schlecht. Sie müssen auch nicht aus dem Sprachschatz Wortschatz verdammt werden. Nur weniger davon und mit Bedacht - schon ist allen geholfen. Alleine dadurch, dass Sie einen aktiven Beitrag zum sich und andere besser fühlen leisten.

Der Verursacher: unser Unterbewusstsein

Gerade die Worte „würde“, „könnte“ und „eigentlich“ baut unser Unterbewusstsein dann in unseren Sprachfluss ein, wenn wir unsicher sind. Unser Gehirn ist da richtig clever, aber un-heimlich. Es will uns davor schützen, Dinge zu sagen, hinter denen wir nicht stehen. Ob es die Unsicherheit ist oder gar Angst vor Fehlern oder das Unwohlsein des Vortragenden vor einer Gruppe – das ist nebensächlich - das Unterbewusstsein ist schneller. Unsicherheit jeglicher Art äußert sich in schwachen Formulierungen und diese sind die Brutkammer der rhetorischen Weichmacher. Ein einfaches Mittel dagegen ist: werden Sie als erstes in der Sache, also dem Thema, das Sie vortragen, sicher. DANN erst reduzieren Sie die Weichmacher, bei denen die obigen Sprach-Pattern (als Vorlage) sehr helfen.

und die Wirkung beim Zuhörer

Sie kennen es. Sie fragen einen Kollegen, ob er eine Aufgabe erledigt hat und die Antwort lautet „eigentlich schon“. „Eigentlich schon“ ist eine ausweichende Antwort auf eine „Ja/Nein-Frage“. Es macht Sie stutzig und Sie fragen sich dann, was alles „uneigentlich“ nicht erledigt wurde. In Präsentationen werden Ihre Zuhörer jedoch nicht bei jedem rhetorischen Weichmacher nachfragen. Das wäre (Weichmacher!) unhöflich - Sie werden viele davon gar nicht bewusst wahrnehmen. Aber unbewusst! Am Ende denkt die Runde dann „hört sich ganz gut an, aber der Vortragende scheint nicht ganz überzeugt zu sein“ oder gar „ich weiß nicht warum, aber ich glaube nicht, dass mein Gegenüber das hinbekommt“. Wir haben als Zuhörer eine sehr sensible Wahrnehmung, die ebenso unbewusst und ganz automatisch abläuft.

Weichmacher wirksam eliminieren

Drei Tipps, um unbewusst gesetzte Weichmacher zu vermeiden:

  • Bereiten Sie Ihre Argumentation oder Vortrag vor und zwar besonders die Teile, in denen Sie unsicher sind – dann verhindern Sie den Schutzreflex Ihres Unterbewusstseins.
  • Stellen Sie Ihre Argumente vorab ausgesuchten Kollegen oder Freunden vor und bitten Sie diese explizit darum, auf Weichmacher zu achten. Wenn Sie ein Weichmacher-Fan sind, dann sollen Ihnen diese Zuhörer bei Ihrer Proberunde bei jedem verwendeten akustischen Weichspüler ein nonverbales oder sonstiges Zeichen geben.
  • Nehmen Sie sich auf. Auf Band, Handy oder Video und hören Sie sich Ihre Formulierungen an. Machen Sie eine Strichliste. Vorher schreiben Sie die gängisten auf diese Liste. Sobald Sie erkennen, welche Weichmacher Sie besonders gerne verwenden, können Sie Ihr Verhalten gezielt anpassen. 3 Phasen bieten sich an:

Phase 1: Sie erkennen Ihre Lieblings-Weichmacher durch Aufnahmen mit Strichliste oder Rückmeldung von Kollegen und Freunden
Phase 2: Keine Panik! Sie werden zukünftig, während Sie sprechen, häufiger aktiv bemerken, dass Sie gerade wieder einen Weichspüler verwendet haben. Das ist nicht schlimm, aber das gehört in der Lernphase dazu.
Phase 3: Sie haben sich sensibilisiert. Sie werden zukünftig beim Sprechen bemerken, dass Sie wieder einen Weichmacher einsetzen wollen. Sie merken es rechtzeitig und können ihn verhindern. Hier wird Ihr Unterbewusstsein wieder zum Freund und Helfer.


8 Typen, die Glaubwürdigkeit und Sprache sabotieren

  1. das Verniedlichen und klein reden (gar nicht mal so schlecht, unclever, nicht so ganz glücklich)
  2. das Abschwächen einer Aussage (relativ, im Prinzip, im Bereich, vielleicht, eigentlich)
  3. die „bösen“ Konjunktive (möchte, könnte, wollte, sollte, müßte, hätte)
  4. die Vorrauseilenden Weichspüler (Normalerweise, Im Prinzip, Generell)
  5. das Verallgemeinern und / oder Generalisieren (nie, keiner, alle, immer, jeder, irgend einer)
  6. die eingebaute Verneinungen (nein, nicht)
  7. das Entschuldigen / sich selbst Herabsetzen (Ich bin ja nur…, Ich bin ja kein Fachmann / keine Fachfrau)
  8. das um Erlaubnis bitten (dürfte ich diesen Satz zu ende bringen)

Die Kongurenz, in sich selbst ehrlich zu sein

Persönliche Kongruenz ist eines der wichtigsten Konzepte in der Kommunikation. Lehren wie NLP achten da besonders drauf. Es meint die Übereinstimmung von Worten, Tonfall, Körpersprache und auch Handeln. Bei jemanden, der mit weinerlicher Stimme sagt: „Mir geht es glänzend ... “ ist weder frisch poliert (nach aussen) noch kongruent (nach innen). Seine Worte passen nicht zu diesem Tonfall. Die menschlichen Sinne nehmen erst(!) sein Bild, dann den Tonfall (die Tonation) und dann erst den Inhalt seiner Worte wahr und glauben, was evolutorisch verankert ist. Es ist bewiesen: Hätte der Homo Sapiens schon zu seiner Zeit erst den Content im Kontext analysiert, hätte er nicht seine Zeit überlebt - es gäbe uns Menschen nicht, weil wir ausgestorben wären. (Puhh: 3x hätte und in diesem Beispiel für das Beispiel gut zu gebrauchen).

In einer Studie hat ein Forscher herausgefunden, dass wir unsere Informationen zu etwa 7% über den Inhalt vermitteln. Die restlichen 93% gliedern sich in 55% Körpersprache und 38% Stimme und Tonfall. Wenn die Körpersprache nicht zum Inhalt passt, dann werden die meisten Menschen stutzig und sie glauben dann eher der Körpersprache. Wir haben wahrscheinlich alle einmal die Erfahrung gemacht, dass uns jemand willentlich belogen hat. Ihre Körpersprache zu verstellen fällt den meisten Menschen wesentlich schwerer.

Forderungen stellen, klare Ansagen machen!

Viele Menschen, vor allem junge Führungskräfte, haben im Job (und meistens auch privat) Angst, Forderungen zu stellen und klar ihren Standpunkt zu vertreten. Die Angst, nicht gemocht zu werden oder als nicht umgänglich zu gelten, ist groß. Das kann diverse Ursachen haben. wie z.B. in einem Meeting wurden ihre Argumente nicht ernst genommen, einfach überhört oder mit Standartphrasen („dafür haben wir kein Budget“) abgeschmettert.

Also, liebe Kollegen: da ist nicht der Frischling dran schuld, sondern wir alten Hasen. Etwas Vorsicht im Umgang mit neuen oder jungen Kollegen macht durchaus Sinn, denn ist ein aktiver Beitrag quasi als Lernhilfe. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung „Everybodys Darling“ sein zu wollen!

Ob Sie Jemand sympathisch findet, mag oder Sie ernst nimmt, hängt nicht mit einem vorsichtigen, netten Auftreten zusammen, sondern wie kompetent, verlässlich und konsequent Sie wirken. Wie bei den Konjunktiven, wo es sehr oft einen unschönen Gegenpart gibt: „Everybodys Darling“ ist „Everybodys Depp“.

Vergessen Sie nicht: Die Ablehnung einer Forderung ist nicht die Ablehnung Ihrer Person, sondern nur die Ablehnung der Forderung an sich. Es geht um die Sache, nicht um die Person und nenne Sie Ihr „Kind“ (Argument, Redebeitrag) beim Namen. Nutzen Sie besser regulativ und im Sinne produktiv den Konjunktiv. Sie, Ihre Gesprächspartner oder die Zuhörer werden es Ihnen und Sie es sich (für später) danken.

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Kopitzke®, ´64*. Agilist und Resource Manager aus Überzeugung. Erfahrung, PROgressives Denken und positiv PROvokantes Handeln haben einen eigenen Charakter. Eine agile PROfi (An-)(Sichts-) Sache. Frei ist (einseitig) objektiv, gefallen (zweiseitig) subjektiv. Mehr ...

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