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PROvokant-IG ?! Jein.

PROvokant - nur ein Begriff

Schade: Der Begriff "Provokant" ist missbraucht

Provoziert 01.18

PROvokant - ein Begriff, der im deutschen Sprachgebrauch gründlich schleichend "negativiert" wurde. Schade eigentlich. Die höfliche Provokation ist schon seit den bekannten Hochkulturen, die damit brilliant umzugehen wussten, recht gut bekannt. Sie formten Geschichte, aber nicht (nur) deswegen. Genug der Einleitung ... nur 2 Beispiele:

PROgressiv?

Soweit: 2013(!). Die Frage ist PROvokant: Was ist davon heute schon da, was Herr Sieber da in dem Video sagt? Vor 4 Jahren war es Humor, Fiktion und etwas PROgressiv ... es wurde gelacht. Heute? Wohl nicht ...

PROvokant

Selbst die Ureinwohner amarikanischer Länder wussten bereits, provokant zu sein, um im Sinne eines Themas, einer Aufgabe oder Anforderung in einen konstruktiven Dialog zu kommen. Um sich dabei nicht gleich tot zu schlagen, nutzen sie etwas tolles: Den "Talking Stick". Kurz: Als Mittel in den Gesprächsrunden (engl.: Council) ging es nicht um das Sprechen, sondern das „ganz zu Aufmerksamkeit werden“. Diese Technik ist heute ungewöhnlich und wird, mit westlichen Massstäben gemessen, als provokant empfunden.

PROjekte

Daran krank es. An Aufmerksamkeit“. Auf und merken! Menschen, also Interagierende, produzieren sich anstatt Ergebnisse, Marktbegleiter produzieren Strategien (zur Abwehr) anstatt besser Produkte, die Medien populistische anstatt professionelle und richtige Informationen, das Gesundheitssystem produziert, glauben Sie das wirklich, Gesundheit?
Die Krankenkassen machen krank und das populär, unsere Bildung prozuziert keine Bilder (also irgend etwas, was man in Zukunft mal gebrauchen kann, heisst Ziele und Visionen), sondern von Noten getriebene auswendigelernt Repetierer und ich könnte ... merken Sie es? Das ist Ihnen auch schon untergekommen.

Und wie ist es IN Ihren PROjekten? Ist das provokant? Noch zu wenig. Und JA, etwas progressiv. Ihre PROjekte laufen - mal gut, mal nicht. Warum? Es fehlt an Aufmerksamkeit“. Das, was es ausmacht, wenn alle Beteiligten, aufgemerkt, aufmerksam nicht nur dabei, sondern mitten drin sind.

PROduziert (1)

Ein Beispiel (ich gestehe meinen Respekt vor der Satire, sei es als Bild oder Text):

©2013 "Wahre Worte von Christoph Sieber"
(© Youtube / Christoph Sieber / 3sat)

Es geht um die Aussage, die transportiert wurde, weniger um die Künstler. Denen erst recht mein Dank.

Primärziel ist: Mit Hilfe des Talking Sticks wurden auch politische und soziale Entscheidungen getroffen. Wenn alle Beteiligten „aus dem Herzen“ sprechen, wenn alles Wesentliche erkannt und gesagt ist, ist auch klar was wie zu tun ist. Die Entscheidung entsteht sozusagen „aus dem Kreis“ - mit Haltung, Interesse und Respekt.

Nichtziel ist: Rumtürken als Ablenkung zur Täuschung , um einen Vorteil zu erlangen oder diesen durch Manipulation einzuleiten. Das ist unPROduktiver Mist. Steigen Sie ein oder aus? So haben Sie das bestimmt nicht gesehen oder bisher erlebt. So ist es aber. Kommunikation UM der dessen wegen (brrr). Mir fallen da spontan Palaver, Präsentationen, PPT oder sog. „Püppchenspiele“ ein. Und Ihnen? Wann hatte Sie das letzte mal eine richtig (e) gute Kommunikation, also ohne irgend welches eingewobenes „Zeugs“ - provokant?

PROduziert (2)

Parodie und Persiflage liegen dicht zusammen. Das differenziere ich hier nicht weiter. Die Wikipedia hilft da besser aus. Das 2. Video ist gelungen - ohne viel Worte. Die Handlung, der Rahmen stimmt und hebt die Darsteller, den Spielwitz IM Kontext des Themas und aktueller Entwicklungen nach oben. Das Können wurde hier anschaulich, humor- und eindrucksvoll und etwas provokant umgesetzt. Nicht zuviel, genau richtig.

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Das ist das Thema: Die PROvokation ist nur ein Mittel, um die Aufmerksamkeit, möglichst ungeteilt, entweder zu erlangen oder für sich zu nutzen. Diese ist eine PRObate Form des Respekts für sich selbst, seinen Mitmenschen, der Gruppe und dem großen Ganzen. Wir sind wieder bei und im Kontext. Ich wiederhole provokant und mit einem Augenzwinkern, sehr wohl wissend, daß das eine Wunschvorstellung ist. Aber: Wünschen ist ja noch erlaubt.

  • Eine gute Kommunikation holt alle Beteiligten IN das Thema.
  • Bindet im Kontext des Themas alle Beteiligten darin und daran.“
  • Bemerkt Störungen im Ansatz und regelt diese umgehend aus.
  • Das primäre Ziel ist Austausch von Daten NUR zum Thema.
  • Das sekundäre ist, die Beteiligten IM Thema zu verhaften.
  • Alles andere soll keinen Raum erhalten und ist zu vermeiden.

Nachsatz: Mit „Haltung meine ich nicht die Schlafhaltung in Meetings.  Mit „Interessenicht die auf dem unter dem Tisch eingehenden Mails auf dem Smartphone. Mit „Respekt nicht die Ehrerbietung vor Titeln, Auszeichnungen und anderen Statusdekorationen. Provokant?

3 Ecken (Jahre) später

Wie breit ist der Korridor zwischen Duckmäuserei und dem (behauptet) Korrekten – zwischen "das wird man wohl noch sagen dürfen" und dem angefixten, emotional irritiertem "inakzeptabel"? Agilität war zu Anfang auch ... Eine Antwort ist: "Schmal is beautiful." Sobald die agile PROvokation als 'absolut inakzeptabel' postuliert wird, wird sie nicht mehr mit Argumenten, sondern mit 'Feuer, Tot und Austreibung' bekämpft. Schade, GAR nichts verstanden ...

Ich PROvoziere positiv PROgressiv IM Thema

damit es kommunikativ (er) echt! PROduktiv (er) wird

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About the author

Kopitzke®, ´64*. Agilist & DTC®, Resource- und Agile Work Agent, Überzeugungstäter durch Kaizen und mit KATA. Erfahrung, PROgressives Denken und positiv PROvokantes Handeln haben einen eigenen Charakter. Ein agiler PROfi dar kein Ja-Sager sein - ich liebe als Possibilist die sog. Hebammentechnik mit stoischer Logik, ohne den Menschen zu verlieren. Mehr ...hier ... oder besuchen Sie PRO-Agilist.de

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